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Vollständige Liste der Ansprechpartner der DLRG Bezirk Esslingen findest du hier .
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Am Silvestermorgen um 09:00 Uhr führten mehrere Wasserrettungseinheiten der DLRG eine großangelegte Eisrettungs- und Eistauchübung an den Bürgerseen in Kirchheim durch. Trotz Temperaturen um den Gefrierpunkt und teils eisbedeckter Wasserflächen nutzten 77 ehrenamtliche Einsatzkräfte die frühen Morgenstunden, um realitätsnahe Szenarien für den winterlichen Rettungseinsatz zu trainieren.
Beteiligt waren die DLRG-Gliederungen Bezirke Esslingen, Bezirk Rems-Murr, Bezirk Fils, Bezirk Glems-Schönbuch, sowie Einsatzkräfte aus der Wasserrettungsgruppe (WRG) Neckar-Alb. Unterstützt wurde die Übung durch insgesamt 16 Einsatzfahrzeuge.
Ziele und Übungsschwerpunkte
Im Fokus der Ausbildung standen sowohl klassische als auch spezialisierte Einsatztechniken der Eisrettung und des Rettungstauchens. Die Übung beinhaltete mehrere Module:
Klassische Eisrettung: Vorgehen zur Rettung von eingebrochenen Personen auf dem Eis unter Eigensicherung der Retter
Einsatz von Eisrettungsgeräten: Training mit Raft, Rettungsboot, Eisrettungsschlitten und Rescue-Sled
Eistauchen: Tauchgänge unter geschlossener und teilgeschlossener Eisdecke mit Leinenführung und Sicherungssystemen
Hypothermie-Management: Erkennen und Versorgen von stark unterkühlten und nassen Personen, einschließlich medizinischer Erstversorgung und Wärmeerhalt
Schnelles Handeln bei Unterkühlung: Strukturierte Entscheidungsfindung und Priorisierung unter Zeitdruck
Zusammenarbeit im Einsatzteam: Koordination zwischen Tauchtrupps und Eisrettungsteams zur Sicherstellung eines reibungslosen Rettungsablaufs
Die Bedingungen vor Ort ermöglichten eine besonders realitätsnahe Simulation: glatte Eisflächen, eingeschränkte Bewegungsfreiheit und unmittelbarer Kontakt mit eiskaltem Wasser stellten hohe Anforderungen an Mensch und Material – genau jene Faktoren, die auch im echten Einsatz auftreten.
Ablauf und Erkenntnisse
Nach einer gemeinsamen Lageeinweisung wurden mehrere Rettungsszenarien parallel durchgeführt. Eingebrochene Personen wurden durch gesicherte Retter mit Rettungsschlitten und Rafts stabilisiert und anschließend ans Ufer verbracht. Gleichzeitig absolvierten die Tauchteams kontrollierte Eistauchgänge zur Personensuche und Leinenkommunikation.
Besonders hervorgehoben wurde im Nachgang das disziplinierte Arbeiten auf dem Eis, die sichere Handhabung der Tauchleinen unter Sichtbehinderung sowie das schnelle Erkennen kritischer Hypothermie-Symptome bei den verunfallten Übungspuppen und Statisten.
Die Übung zeigte eindrucksvoll, wie entscheidend standardisierte Abläufe, technische Ausbildung und mentale Vorbereitung im Eisrettungseinsatz sind. Die Einsatzkräfte konnten wertvolle Erfahrungen sammeln, die unmittelbar in die zukünftige Aus- und Fortbildung einfließen.
Verpflegung als wichtiger Einsatzfaktor
Parallel zum Übungsbetrieb stellte ein Verpflegungsteam die Versorgung der Einsatzkräfte sicher. Bei diesen Temperaturen war die Bereitstellung von warmer Suppe und heißem Tee nicht nur eine willkommene Stärkung, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Einsatzfähigkeit und dem Schutz vor Auskühlung der Retter.
Dank und Ausblick
Die DLRG bedankt sich ausdrücklich bei allen beteiligten Einsatzkräften, die ihre Zeit am Feiertag in die Aus- und Fortbildung investiert haben. Ebenso gilt unser besonderer Dank dem Verpflegungsteam, das maßgeblich dazu beigetragen hat, dass die Übung unter diesen Bedingungen sicher und erfolgreich durchgeführt werden konnte.
Mit dem Jahreswechsel endet eine weitere intensive Ausbildungssaison – doch die Vorbereitung auf den Ernstfall geht weiter. Gerade im Winter zeigen sich die Stärken des Ehrenamts im Bevölkerungsschutz: Engagement, Professionalität und Zusammenhalt.
Presse
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